Eine Frage von Heinz-Jürgen Herzlieb: Braucht ein Künstler seinen eigenen Stil oder ist es besser seinen Stil immer wieder mal zu verändern?

Liebe Forumsmitglieder,

hier "im Auftrag" unseres Forumsmitgliedes Heinz-Jürgen Herzlieb stelle ich folgende Frage ins Forum:

Braucht ein Künstler seinen eigenen Stil oder ist es besser seinen Stil immer wieder mal zu verändern?

Ich habe in der letzten Zeit zwei Künstler kennen gelernt, die eigentlich immer das gleiche malen - wirklich überzeugt hat mich das allerdings nicht. Ich selbst stelle als "Schmalspurkünstler" immer wieder fest, dass meine Art zu malen sich ständig verändert.

Freue mich auf einen regen Meinungsaustausch. :-)

 

Euer

Heinz-Jürgen und Hanno

 

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Wenn ein Künstler es braucht seinen Stil zu ändern sollte er es tun. Denn wenn man etwas braucht ist ein Mangel vorhanden der nach Befriedigung verlangt. Um seinen Stil zu ändern ist sicher meisterhafte Arbeit erforderlich. Den eigenen Stil zu ändern erscheint mir wie wenn man die Erkennungsmerkmale seiner Augen ändern will.

Besser ist immer das zu tun, was zu weiterer Erfüllung, sich entfaltendem Glück führt. Dafür ist jede Anstrengung willkommen - so erlebe und denke ich über diese Frage.

Hatten nicht alle grossen Künstler ihre Phasen? Immer dasgleiche zu malen ist doch langweilig. Oder?

Schöne Grüsse aus der Freidenker Galerie

Rainer Ostendorf

Freidenker Galerie - Bilder, Zitate, Sprüche

Wenn ein Künstler aus sich selber schafft, so gebiert sich automatisch ein eigener Stil, der

ist dann einfach da und dieser fährt dann wie ein roter Faden unverkennbar durch alle seine Werke hindurch.

Genau so ist es !!!

Die meisten hier in der Diskussion reden von "Veränderung". Ich verstehe das nicht ! Man kann nicht einmal hüscht wie Monsieur ... und einmal hoscht wie Madame ... malen.

Evolution heisst das richtige Wort !!! Und nur so kommt man zum eigentlichen Ziel !
 
MARGARETHA GUBERNALE sagt:

Wenn ein Künstler aus sich selber schafft, so gebiert sich automatisch ein eigener Stil, der

ist dann einfach da und dieser fährt dann wie ein roter Faden unverkennbar durch alle seine Werke hindurch.

Was zum "eigentlichen Ziel" führt, was dabei "richtig" und was mit "eigentlichen Ziel" gemeint ist, ist doch eine andere spannende Frage?

Ja Entwicklung, wenn man Frucht und Ernte anstrebt und Reduzierung, welche in einem lebendigen Prozess von selber nach dem Vollen eintritt und zum Leeren neigt, um die Kunst auszuatmen, damit sie alsbald erneut stärker einatmen kann. Wichtig ist, dass man selber entscheidet, wie man atmen will. Margaretha hat gesprochen.

einen künstler oder eine künstlerin ohne eigenen stil? gibt es das? ich glaube nicht...

... man kann wenn man kann auch so maches imitieren ...

kali balcerowiak sagt:

einen künstler oder eine künstlerin ohne eigenen stil? gibt es das? ich glaube nicht...

Klar gibt es das, mehr wie nicht. Und das erst noch sehr schlecht ! Ich rede von den Gerne-Möchte-Künstler. Die meisten können das gar nicht ! imitieren.

Es gibt ganz grosse Könner die nachmachen können. Da aber grossen Hut ab. Das muss man können !!! Das Bild ist dann auch entsprechend signiert. Chapeau !!!

"Ich bin ein Künstler" das würde ich über mich selber nie sagen. Ich habe erlebt, dass es Leute gibt, die gehen in einen Migros-Kurs (diese Kurse sind sehr gut !), machen eine erste Ausstellung mit anderen zusammen (Wohlwollen von Ausstellern), und meinen schon "wir Künstler". Ich persönlich finde das eine grosse Frechheit. Mit dem Wort "WIR" stellen sie sich einem Picasso usw. gleich. (Migros-Kurs ist wahrscheinlich Repetition von mir hier in dieser Diskussion, dann pardon)


 
kali balcerowiak sagt:

einen künstler oder eine künstlerin ohne eigenen stil? gibt es das? ich glaube nicht...

Ich hatte bis 2011, also vor meinem Sturz und der Krankheit in der rechten Hand, vorwiegend Bilder gemalt, die unser schönes Dresden zeigen - mit vielen Details - so was wie "naive Malerei". Diese wurden bewundert, vor allem wenn sie dann kleiner gedruckt werden - wie auf Weihnachtskarten für eine Firma. Da war nur die Herausforderung, das neue Motiv nicht schlechter zu malen. Landschaftsbilder waren auch dabei- fast nur Aquarelle. Im Fernkurs hatte ich die Möglichkeit, andere Bereiche kennenzulernen- wie auch das dekorative Malen.

Seit 2012 musste ich das ändern. Aber viele, die beide Arten von meinen Bildern kennen, sagen dass meine neue Art zu malen viel interessanter, ansprechender ist. Da ich jetzt nur mit der linken Hand malen kann, nutze ich vorrangig Pastellkreide. Dort lasse ich die Farben spielen. Das hatte ich vorher gar nicht ausprobiert. Ich bin froh, dass ich diesen Wechsel vollzogen habe, wenn auch ungewollt.

Viele Grüße an alle, die sich hier so rege an der Diskussion beteiligen, Eure Ingrid

Ich kann aus meiner Erfahrung als Kunstagentin, aber auch als Künstlerin nur sagen, dass es im Naturell des Menschen liegt immer wieder Neues auszuprobieren und auch in der Kunst ist es wichtig sich weiter zu entwickeln. Konträr dazu steht leider der Wiedererkennungswert eines Künstlers, der mindestens genau so wichtig ist um erfolgreich im Kunstmarkt vertreten zu sein.

Mein Tipp:

Neues immer wieder ausprobieren und die Technik und die Motive die man selbst am liebsten hat als Serie vermarkten

Meine meinig ist : Wen eine Maler malt nur die gleiche 

Stil er hat  nicht Entwicklung  in die leben genauso wie bei malen. Die leben ist Bund und jedes Jahre sind wir andere, das heiß Bilder auf. Ist vorbei dieses zeit von Rönesans .damals Maler muss die gleiche Stil immer und immer malen. Grüße von Nazka

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