die dicke Monika war inzwischen nicht geplatzt, wie Fische- Mann Mathis „vorhergesagt“ hatte, sondern lag nach einem mit Ach und Krach überstandenen Herzinfarkt in einer Spezialklinik, bekam gewichtsreduzierende Diäten und dicke, fette Schwarzwälder Kirschtorten hatte ihr der Doktor strengstens verboten. Strengstens! Die arme Monika litt fürchterlich. Das wusste auch die dicke Lilli , die versucht hatte ihrer Freundin Monika heimlich eine halbe Torte in die Klinik zu schmuggeln. Folgerichtig flog sie samt ihrer leckeren Schwarzwälder Kirschtorte im hohen Bogen aus der Klinik. „So böse habe ich den Herrn Dr. schon seit fünf Jahren nicht mehr gesehen“, hatte die diensthabende Schwester erschrocken festgestellt. „Das ist ja versuchter Totschlag, was Sie da machen!“ hatte der wütende Arzt Monikas Busenfreundin Lilli wohl angebrüllt. Und die hatte sich mit hochrotem Kopf samt Schwarzwälder Kirschtorte aus der Klinik geschlichen. Am Naschmittag, am Nachmittag natürlich ( dass ist ein Versprecher den Sigmund Freud dir jetzt schön erklären könnte)... also am Nachmittag saß die dicke Lilli traurig und allein in dem hübschen Cafe an der Ecke und hatte sich zwei Stück Schwarzwälder Sahnetorte bestellt. Dazu einen leckeren Cappuccino mit extra viel Sahne drauf. Auch sie würde irgendwann einmal... das eine oder andere. Du weißt schon. Das wusste auch Mathis jetzt nicht so genau. Also gab’s leckeren Kuchen als Trostpflaster gegen den „bösen“ Onkel Doktor der sie so unverschämt angebrüllt hatte. (Aber wo der recht hat, da hat der recht, meine liebe Lilli.). Der bescheuerte , hinkefüßige , pickelgesichtige Herr Meier schrieb weiter jeden auf, der im Umkreis von fünf KiIometer falsch parkte oder ähnliche Schandtaten beging. Und er unternahm auch weiterhin ständig irgendwelche „gerichtlichen Schritte“, die sich aber meistens als „gerichtliches Dahinlatschen“ entpuppten, gegen irgendwelche völlig unbescholtene Zeitgenossen. Auch Mathis blieb nicht verschont. Schließlich hatte er Josefine gegen den Grapscher Meier in Schutz genommen. Aber unser Schriftsteller Mathis, der ja ein lebenslustiger, spontaner „Fische-Mann“ war, dachte grinsend: „Na, warte, Meierchen...na, warte...“............ zweite Leseprobe: Und dann hatte Mathis die Schnauze endgültig voll von seinem „Zaudern und Zagen“. Aber er war ja ein typischer Fische-Mann. Er nahm die Frau, die immer sagt: „Ich liebe dich, Mathis. Mehr als oll’s andere auf derer Wöld“ in seine Arme. „Weißt du was, Celinerl, weißt du was? “ fragt er sie. Und das „Celinerl“ antwortet erwartungsvoll: “ „Nein“ „Ich liebe dich Celinerl. Mehr als oll‘s andere auf derer Wöld.“ Und er nahm Josefine in den Arm. „Weißt du was, Josefinchen. Weißt du was? Fragt er sie ebenfalls. „Nein“ antwortet sie erwartungsvoll. „Ich liebe dich , Josefine. Mehr als alles andere auf dieser Welt.“ Und das halb italienische, halb österreichische Annerl , das Mathis die geheimnisvollen Worte “Nessuna e come te“ in’s Ohr geflüstert hatte, bevor sie ihn in dieses biss, wartete schon mit einem köstlich gedeckten Tisch. „ A guat’s Weinerl“ wie Celine sagte, fehlte natürlich auch nicht. Selbstgebackenes Brot hatte das Annerl serviert. Und einen echten österreichischen Käse. Und sie stand da. Mit einem unergründlichen, boshaften Blick und grinste unverschämt. Der wunderschöne Schimmel auf der Pferde- Koppel aber schüttelte die Mähne und wieherte. „Wenn das nicht zum Wiehern ist“ muss er wohl gedacht haben. Und der Regenbogen am Himmel wollte sich schlapplachen. „Treib es nicht zu bunt, mein lieber Mathis. Treib’ s nicht zu bunt.“ Rief er ihm warnend zu. Und Mathis, Celine, das Annerl und Josefine standen auf der Erde und winkten dem Regenbogen. Dann spielte der Regenbogen mit seinen Farben. Zeigte sämtliche Spektralfarben, die er zu bieten hatte und sang gut gelaunt: „Fische- Männer küsst man doch !“ ....Roman-Ende.... © 2010 Friedrich Zebisch Alle Rechte vorbehalten Nachdruck, auch auszugsweise ist verboten. Nach Inverlagnahme nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags

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